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Mit dem Rennrad von Füssen nach Rom – 1.000 km – geht das? Ein Bericht aus der Sicht eines Betreuers
Die wirkliche Frage war eigentlich nie, ob es geht, sondern wie! Geplant, oder soll ich besser schreiben, erhofft, war ein Ankommen in Rom nach 48 Stunden. Es reichte also nicht, diese gewaltige Herausforderung überhaupt zu meistern, es sollte außerdem innerhalb einer bestimmten Zeitspanne geschehen. Die Idee war in Füssen bei Hannes Zacherl und Wigald Boning entstanden, die schon unzählige sportliche Abenteuer zusammen bewältigt hatten. Einige davon kann man in Wigalds Buch „Bekenntnisse eines Nachtsportlers“ nachlesen. Um aus der Idee eine Aktion werden zu lassen, reifte dieser Gedanke einige Zeit vor sich hin, bis Ende Mai dann die Entscheidung fiel: wir machen das! Das Motto „Rom sehen und …“ zeigte an, hier handelt es sich um eine Aktion mit offenem Ende…
Als Coach von Conny hatte ich ausreichend Erfahrung im Betreuen von Mehrtagesläufen, um beurteilen zu können, dass man so ein Unternehmen nicht ohne Begleitfahrzeug durchzieht, fragte mich aber, wer denn in der Lage wäre, so etwas bei ständigem Schlafentzug über mindestens zwei Tage zu leisten. Die Radfahrer waren ja andauernd körperlich gefordert, da mag der berühmt-berüchtigte Sekundenschlaf möglicherweise zu vermeiden sein, aber als Lenker eines Autos sah die Sache dann doch etwas anders aus. In einem Telefonat mit Hannes wurde klar, dass auch die beiden Haupttäter Hannes und Wigald darüber gesprochen hatten und sich dieser Frage bewußt waren. So war dann schnell die Absprache getroffen: ich komme als zweiter Fahrer eines Begleitfahrzeuges mit auf die Tour. Hurra!
Langer Rede kurzer Sinn: am 12. Juli, Donnerstag 18.00 Uhr sollte es in Füssen losgehen und so machte ich mich am Morgen des 12. von Erkrath aus auf den Weg, um an einem außergewöhnlichen Sport-Abenteuer teilzunehmen. Teils freute ich mich wie ein Keks, teils machte ich mir Gedanken, wie sich wohl die beiden, mir mittlerweile ans Herz gewachsenen, Hauptprotagonisten Hannes und Wigald bei sportlicher Belastung im Grenzbereich verhalten würden. Zu oft schon hatte ich miterleben müssen, wie Menschen sich bis ins Bösartige verändern, wenn sie an ihre körperlichen Grenzen kommen. Dass sie an diese Grenzen stoßen würden, sie vielleicht sogar für sich persönlich verschieben würden, war für mich beschlossene Sache. Da kannte ich mich aus.
Da ich rechtzeitig losgefahren war, konnte ich, in Füssen angekommen, noch ein paar Stunden schlafen. Ich suchte mir einen ruhigen Parkplatz in der Nähe unseres Treffpunktes und schlief noch schnell 2 Stunden auf Vorrat, schließlich sollte die erste Nacht gleich durchgefahren werden.
Hannes hatte sich telefonisch bei mir gemeldet um mir mitzuteilen, dass er nicht, wie erwartet bei sich im Laden sein würde. Auch er wollte die Gelegenheit nutzen, noch schnell eine Mütze Schlaf zu schnappen, und so verabredeten wir uns für 17.00 Uhr am Startpunkt vor seinem Laden.
Kurz vor 17.00 Uhr – ich stehe alleine am Treffpunkt. Eigentlich hatte ich erwartet, dass hier schon ein paar hibbelige Teilnehmer darauf warten, dass es endlich losgeht, aber offensichtlich war ich der einzige Hibbelige. Die Anderen mussten die Ruhe weg haben… Nun ja, es war halt erst kurz vor, vereinbart war 17.00 Uhr und um 17.00 Uhr kamen dann auch Peter, der Bruder von Hannes, dessen Wohnmobil ich fahren sollte und mein Mit-Betreuer Daniel Hailer, ein sofort auf den ersten Blick sympatischer junger Mann, der das zweite Fahrzeug, Hannes´ Wohnmobil, übernahm. Peter wollte bis zum Gardasee mitradeln und sich dann mit Daniel und mir in das Fahren der beiden Autos teilen. Auf diese Weise konnte nach der ersten Nacht immer einer von uns Dreien schlafen –so der Plan.
Auch Wigald kam ziemlich Punkt 17.00 Uhr breit grinsend, bewaffnet mit Isomatte und Schlafsack auf uns zu. Man hatte fast den Eindruck, für ihn war das jetzt schon ein gelungener Bubenstreich. Nun erfuhr ich, dass neben Hannes, Peter und Wigald auch Bernd Hartkopf aus Frankfurt, der sich schon ein paar Tage vorher über Facebook bei mir gemeldet hatte und Cornelius Hipp, ein junger (nicht nur) Radsportler aus dem Umfeld von Hannes, an der Tour teilnehmen würden. Fünf Rennradler, zwei Betreuer, zwei Fahrzeuge für 7 Personen – passt!
Soeben passend, auch das Wetter zum Start. Waren noch am Nachmittag dicke schwarze Wolken über den Gipfeln des Allgäu aufgezogen, präsentierte sich der Himmel nun zwar in dichtem, teils auch dunkleren Grau, es schien aber; als sollte es wenigsten die ersten Stunden nicht regnen. Geli und Jonas, Hannes´ Frau und Sohn, waren zum Start gekommen. Riesige Freude über das Wiedersehen – schnell noch verabredet: nach der Rückkehr bleibe ich noch eine Nacht, dann können wir uns noch ein wenig unterhalten. Pressefoto und ab geht die Post.
Über Garmisch-Partenkirchen, den Zirner Berg Richtung Innsbruck und dann weiter Richtung Südtirol, Gardasee, Bologna, Florenz, durch die Toscana und weiter über Siena nach Rom, so die grobe Route. Alle 60 – 80 km war einTreffpunkt angedacht, bei dem die Radler Getränke nachladen, etwas essen und wenn nötig ein paar Minuten die Augen zu machen können. Der erste Punkt war kurz vor dem Zirner Berg geplant. Dort sollten die Räder mit Licht für die Nacht versehen werden.
Über den Zirner Berg geht es hinab nach Innsbruck. Eine schon für Autofahrer haarsträubende Abfahrt, vernünftiger Weise für Radfahrer streng verboten. Unsere wackeren Streiter focht das aber nicht an. Im Schutz der Dunkelheit rasten sie den Berg hinab. Mir schlug im Auto bei dem Gedanken daran, was hier alles passieren könne, das Herz bis an den Hals, aber alle haben diese Wahnsinnstat unbeschadet überstanden, und dann reden wir jetzt auch nicht weiter darüber.
Innsbruck ist eine wunderschöne Stadt, wir erreichten sie bei voller Beleuchtung der Sprungschanze am Berg Isel. Mir wird schmerzhaft bewußt, dass ich diese Eindrücke nun nicht mit Conny teile und nehme mir vor, diese Stadt mit ihr und ein paar Tagen Zeit im Gepäck noch einmal zu besuchen. Aber keine Zeit für Sentimantalitäten – weiter geht es Richtung Brenner. Da soll es für die Radler die erste warme Mahlzeit – Nudelsuppe mit Huhn – geben. Leider fing uns dort auch der Regen ein, der für ein paar Stunden unser Begleiter sein sollte.
Während Daniel und ich die Wohnmobile wieder aufräumen und für die Weiterfahrt klar machen jagen unsere Radler die nächste Abfahrt hinunter, diesmal mit Regen. Wie es ihnen wohl ergehen mag? Egal, keine schlechten Gedanken, weiter geht es, immer weiter. Wir überholen die Gruppe in einem Tunnel bei Bozen und halten ein Stück weiter in einer besseren Parkbucht zu einer kurzen Verpflegung. Getränke nachfüllen, kurz einen Happen auf die Hand.
Nächster Treffpunkt ist Rovereto, eine kleinere Stadt an der Etsch. Hier zeigt sich zum ersten Mal, dass die Route auf Wigalds GPS-Gerät und unsere Karte nicht immer zusammen passen. Während Daniel und ich an der einzigen Verbindungsstraße einen strategisch günstigen Punkt aussuchen, der erstens beim Vorbeiradeln nicht übersehen werden kann, uns zweitens die Möglichkeit bietet, für ein paar Minuten die Augen zu schließen, weil wir praktisch genau im Fokus der Radler stehen und sie uns, sollten wir voll wegschlafen, sicher wecken und drittens gegenüber einem kleinen Frühstückscafe platziert ist, von denen es in der Gegend reichlich gibt, und in dem unsere Radler einen frischen Cafe und ein ordentliches Frühstück erhalten sollten. Soweit die Theorie. In der Praxis führte Wigalds GPS die Gruppe aber auf einen gut ausgebauten Radweg, natürlich viel besser zu radeln, als eine stark befahrene Durchgangsstraße am frühen Rush-Hour-Morgen und damit vorbei an unserem geplanten Treffpunkt bis ans Ende der Stadt. Kurze Irritation, Telefonat hin und zurück – alles kein Problem, die Radler hatten bereits selbst ein Frühstückcafe geentert und warteten dort auf uns. Geschlafen haben wir trotzdem ein wenig, so ging es dann nach einem ausgiebigen Frühstück für alle weiter.
In Villafranca di Verona ist Mittagspause angesagt. Mittlerweile sind wir in der Po-Ebene bei Temperaturen jenseits der 30° C angelangt. Unterwegs erwischt uns und vor allem die Radler ein heftiger Sommerregen. In Villafranca ist es heiß und trocken. Wir entern eine kleine Pizzeria direkt am Castello, einer imposanten Burg mit allerlei martialischen Erinnerungsstücken, einem 1. Weltkriegsgeschütz direkt neben einer Madonnenfigur (vielleicht ist es auch „nur“ eine Herrscherinnenfigur – wer weiß das schon) und einem Burgplatz auf dem eine riesige Bühne für Rockkonzerte aufgebaut ist. Hannes und Cornelius fallen für ein paar Momente die Augen zu. Nicht nur wir Autofahrer haben also Schlaf nötig.
Wir verabreden uns für den nächsten Treff in San Giovani in Persiceto. Auf dem Weg dorthin wollen unsere beiden Navis (Daniels und meins) jeweils getrennte Routen fahren. Es nervt. Ich schalte meine Ansage aus und folge Daniel. Einige Male müssen wir den Weg korrigieren. Wir sind mitten im Erdbebengebiet zwischen Mantua und Bologna gelandet. Knapp vor der errechneten Ankunft unserer Radgruppe treffen wir ein. Uff – gerade rechtzeitig. Das Telefon klingelt, unsere Recken haben sich verfahren – kein Wunder, hatten wir doch selbst so unsere Problemchen. Bis zu uns müssen sie noch rund 30 km zurücklegen. Mindestens eineinhalb Stunden. Sie haben Wegfindungsprobleme, Wigalds GPS ärgert sie. Nächster Anruf kurze Zeit darauf, wir sollen nach San Felice sul Panaro kommen, der Treffpunkt wird verlegt. Auf dem Weg dahin, immer wieder bedrückende Bilder. Teils komplett eingestürtze Häuser. Zelte davor in denen – immer noch!!! – die Bewohner der Ruinen hausen müssen. Bizarr! Unfassbar! Bedrückend! Mir fallen keine Worte ein, die diese Situation richtig beschreiben könnten.
So langsam wird klar, dass die 48 Stunden bis Rom wohl nicht zu schaffen sein werden. Umwege, unklare Wegführung, Schlafentzug und nach mittlerweile rund 500 km Radstrecke auch die ersten kleinen Wehwehchen drücken den Schnitt. Hannes hat heftige Probleme mit einer Sehne am Knie. Ich will versuchen, ihm mit einem Tape zu helfen. Blöde Stelle, das Tape kann man nicht so anbringen, wie ich denke, dass es helfen könnte, es hält außerdem nicht richtig. Wir probieren es trotzdem. Wenn es nicht hilft, kann man es ja wieder abmachen… Leider stellt sich heraus, dass es null komma gar nicht geholfen hat, Hannes muss aufhören. Peter steigt bei der Gelegenheit gleich mit aus. Er wollte sowieso nicht durchfahren. Unsere Radgruppe ist auf drei wackere Streiter, Bernd, Cornelius und Wgald zusammengeschrumpft. Wigald wird, wenn er sich nichts bricht durchfahren, davon gehe ich aus, ob Bernd und Cornelius dabei bleiben – schaun wir mal. Die Stimmung ist ein bisschen angeschlagen. Diskussionen über die Wegführung, die Hitze, Erschöpfung – alles das führt zu vorübergehnder Niedergeschlagenheit. Wir beschließen, am nächsten Treffpunkt eine kurze Schlafpause für alle einzubauen.
Um Bologna zu umgehen soll die Route nach Sasso Marconi führen, um dann dort nach einem Abendessen ein paar Stunden zu schlafen. Wir fahren auf dem direkten Weg vor und suchen nach einem Platz, an dem man beides verbinden kann. In einer Abbiegung fährt sich Daniel mit dem Wohnmobil fest. Peter zieht ihn mit seinem Wohnmobil zurück auf die Straße, Glück gehabt, offensichtlich nichts passiert. Wir sind alle wieder wach. Mittlerweile sind wir ja zu viert auf den Autos. Leider müssen wir das Arrangement mit einem Pizzeria-Inhaber, dass wir bei ihm essen und dann auf seinem abseits der Straße gelegenen Parkplatz übernachten können, aufgeben. Wigald ruft an, dass sie mitten durch Bologna gefahren seien, einen erneuten Umweg eingebaut hatten und somit erst mitten in der Nacht am Treffpunkt – „wo seid ihr denn genau, wir kommen von der falschen Seite her nach Sasso“ – sein werden. Unser Abendessen ist also Geschichte, nachmittags hatten Daniel und ich schnell fürs Frühstück eingekauft, also muss eine Brotzeit aus unseren Frühstücksbrötchen und ein wenig Wurst und Käse reichen. Wir suchen einen anderen, allerdings wunderschönen, Schlafplatz abseits der Straße und legen uns nach dem Essen für ein paar Stunden aufs Ohr. Vorher gab es Diskussionen über die weitere Wegführung. Offensichtlich ist das GPS-Gerät von Wigald alleine für die Radler nicht ausreichend. Es wird beschlossen, für alle Fälle eine Karte mitzuführen, die es uns ermöglicht, im Zweifel einen Treffpnkt mit Hilfe einer Karte zu bestimmen. Wigald ist etwas bedrückt, hinterher erfahre ich, dass es eine unschöne Auseinandersetzung mit Cornelius gegeben hat, weil er, Wigald, auf eine Äußerung von Cornelius unbeherrscht reagiert hatte. Zwar hatte er sich sofort entschuldigt, litt aber selbst unter seinem „Ausraster“. Cornelius, ein 18-jähriger feiner junger Mann, hatte ihm das längst verziehen, musste aber leider auch mit einem angeschlagenen Knie nach rund 600 km aussteigen.
Da in der Zwischenzeit klar war, dass Rom in 48 Stunden nicht zu erreichen sein wird, blieb die Frage, ob die letzten rund 400 Kilometer ohne weitere Schlafpause zu schaffen sein würden. Von der Gruppe waren Bernd und Wigald übrig geblieben, und beide waren sich sicher, die Strecke bis Rom zu bewältigen. Für uns stellte sich die Frage, ob wir nun alle zusammen bleiben, oder ob sich ein Auoto schon mal vorab nach Rom auf den Weg macht. Die Hotelzimmer waren bestellt und warteten auf uns. Ein kurzes Telefonat mit dem Hotelportier stellte sicher, dass man dort auf alle Fälle unsere Zimmer bereithalten würde, also bleiben wir nach kurzer Beratung alle zusammen.
Unterwegs telefoniere ich immer wieder mal mit Conny. Auch heute am frühen Morgen. Sie fragt, ob bei uns alles im Reinen ist. Auf meine Frage, warum sie danach fragt, antwortet sie, Wigald habe da bei Facebook etwas gepostet, was sich nach Unstimmigkeiten anhört. - Ach so, das meinst du. Alles in Butter. Die Jungs sind müde, haben sich ein paar Mal verfahren und sind halt ein bisserl gereizt, nichts Besonderes. - Na dann, ich dachte schon… Aber es sind noch alle dabei? - Nein, leider nicht, nur noch Wigald und Bernd fahren weiter, Hannes und Cornelius sind verletzt und Peter wollte sowieso nicht durchfahren, den brauchen wir auch zum Abwechseln bei der Fahrerei. -
Unser nächster Treffpunkt heißt Prato. An der Peripherie von Florenz gelegen, haben wir diesen Ort für einen Kurzhalt zum Getränkenachladen ausgewählt, und um zu vermeiden, dass unsere beiden Radler durch Florenz fahren müssen. Sie tun es trotzdem und machen sich auf den Weg nach Siena. Peter möchte noch ein wenig ausradeln und wir verabreden uns für ein Treffen mitten auf dem Markt von Siena. Hannes, Daniel, Cornelius und ich fahren mit den Wohnmobilen vor und parken an der Stadtmauer von Siena, was uns einen Fußmarsch und eine Knolle im kostenpflichtigen Parkbereich einbringt. Wir haben die Schilder nicht richtig entziffert…
Auf dem Markt von Siena hebt sich bei allen die Stimmung. Wir speisen in einer der vielen Osterias am Markt und machen ein wenig Spökes mitten auf dem Marktplatz vor der Rathauskulisse. Wigald und Bernd kommen später dazu. Sie sind von der Hitze ausgetrocknet und schütten jeder einen Humpen Cola in sich herein. Die Beiden sind zuversichtlich, dass sie Rom noch am heutigen Abend erreichen werden. Ich habe da so meine Zweifel. Zwar führt von Siena eine gut zu radelnde Strasse relativ direkt nach Rom, an einigen Stellen ist sie aber eine „Autobahn“, die vielleicht umfahren werden muss. Außerdem ist der KM-Schnitt doch ziemlich runter gegangen. Wen wundert´s nach mehr als 700 km?
Während unsere wackeren Radler, Bernd und Wigald, sich weiter mit Umwegen und ungeplanten Anstiegen auseinandersetzen, beschließen wir von Betreuungsseite, eine weitere Schlafpause eiinzulegen. Rom kann warten, die Sicherheit der Beiden ist wichtiger! Zum Glück sehen sie es auch so und es gibt keine Diskusionnen. Statt dessen ein entspanntes, rom-vorfreudiges Abendessen in einem kleinen Restaurant mit Bar an einer Tankstelle direkt an der S2, etwa in Höhe des km-Schildes 160, was die Reststrecke dieser Strasse bis Rom bezeichnet. Nach einer Nacht in einem ausgedörrten Bachbett – auf die Idee da rein zu fahren, wäre ich alleine nie im Leben gekommen – schnappten wir ein Frühstück im selben Restaurant und machten uns dann auf den Weg nach Rom, Bernd und Wigald waren unterdessen schon wieder in den Sätteln.
Für uns ist das Werk getan. Cornelius und Hannes gönnen sich ein erfrischendes Bad im Bolsena-See. Wir haben Zeit satt bis Rom. Daniel und Peter nutzten die Gelgenheit noch ein wenig in den Hügeln vor Rom mit ihren Rennrädern herumzucruisen. So kam auch Daniel noch zu ein paar Radkilometern.Wigald und Bernd wollten unterwegs noch einmal zum Frühstück einkehren, sie brauchten unsere Verpflegung nicht mehr. Ich war müde und zufrieden und freute mich auf eine Dusche im Hotel und auf leckeres Essen und ein Bier am Abend in Rom.
Gegen 14.00 Uhr durften wir dann Bernd und Wigald vor dem Hotel empfangen. Fotos, Glückwünsche. Meine Gedanken gingen kurz zu Hannes, dem es sicher weh tat, nicht mit den Beiden bis zum Ende fahren zu können. Er hatte die Hauptplanung des Unternehmens übernommen und mußte wegen einer meckernden Sehne aussteigen. - War er traurig? - Nein, alles gut. Das ist Sport, ich freue mich für Wigald und Bernd – Hannes, Du bist ein großartiger Sportler!-
Fazit: ein unvergessliches Erlebnis, tolle Menschen um mich herum, Landschaften, die so schön sind, dass es fast weh tut – ich wäre morgen wieder dabei…
Fotos zu diesem Ereignis gibt es - wie immer - auf unserer Fotoseite
Siegfried Bullig, 19.07.2012
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 19. Juli 2012 um 13:20 Uhr |





